Copacabana
Brasilien,  Städte

Rio de Janeiro – sicher unterwegs zu den Highlights der Stadt

Rio de Janeiro und ich, das ist nicht unbedingt eine Liebesgeschichte. Die Stadt steht für Traumstrände, schöne Menschen, Karneval sowie ein unbeschwertes Lebensgefühl und ist für viele mit Sicherheit ein echtes Traumreiseziel. Dennoch bin ich persönlich mit Rio de Janeiro in den drei Tagen, die ich dort verbracht habe, nicht so richtig warm geworden.

Die Lage der Stadt ist fantastisch und kaum eine andere Metropole hat so tolle Strände im Stadtgebiet wie Rio de Janeiro. Selbst in den Einkaufsstraßen sieht man häufig Männer oben ohne und Frauen im Bikini Oberteil herumspazieren. In Rio ist es ganzjährig warm und sonnig und das brasilianische Lebensgefühl ist überall greifbar.

Auch wenn mich das nun in deinen Augen ein bisschen zum Freak stempeln mag, ist diese Atmosphäre aber nicht so sehr mein Ding. Ich bevorzuge meist Städte die einen historischen Charme und eine gewisse Schwermut und Melancholie verströmen wie etwa Buenos Aires, Sankt Petersburg oder auch Wien. In wie weit zusätzlich die üble Magenverstimmung, die ich mir in Rio zugezogen habe, zu meiner nicht ganz ungetrübten Sicht auf die Stadt beigetragen haben mag, sei mal dahingestellt.

Wie du nun weißt, gehört Rio de Janeiro nicht unbedingt zu meinen Lieblingsstädten und dennoch gibt es in der brasilianischen Metropole einiges Interessantes zu entdecken. Eine der ersten Fragen, die sich dir bei der Planung deiner Reise nach Rio schnell stellen wird betrifft die Sicherheit.

 

Wie gefährlich ist Rio de Janeiro?

 

Rio hat – wie die meisten brasilianischen Städte – eine hohe Kriminalitätsrate und diesbezüglich keinen guten Ruf. Die sozialen Unterschiede im Land sind sehr groß und wie überall auf der Welt führt dies auch in Rio de Janeiro zu vermehrten Raubüberfällen und Taschendiebstählen. Reisende werden generell als wohlhabend betrachtet und sind daher häufig Opfer der genannten Delikte.

Ich selbst habe glücklicherweise keine schlechten Erfahrungen gemacht und dennoch empfehle ich dir sehr, dich an die gängigen Grundregeln für Reisende in benachteiligten Ländern zu halten:

 

    • Trage keinen Schmuck. Nein, auch nicht das unauffällige Goldkettchen. Gar nichts.
    • Lass deine große Spiegelreflexkamera zu Hause. Besser du fotografierst beiläufig mit dem Smartphone und kannst dieses danach direkt wieder einstecken.
    • Nimm nur die offiziellen, lizenzierten gelben Taxis. Finger weg von privaten nicht lizenzierten Fahrdiensten.
    • Verwahre deinen Reisepass und Kreditkarten im Hotelsafe und trage sie wenn möglich nicht mit dir herum. So kannst du bei einem Überfall nicht gezwungen werden Geld abzuheben.
    • Wenn du an einer Bushaltestelle stehst oder generell an der Straße auf etwas wartest, dann stelle dich nicht direkt an den Bordstein. Nicht selten werden Taschen von vorbeifahrenden Rollern entrissen.
    • Gebe dich so wenig wie möglich als Tourist zu erkennen.
    • Laufe nach Einbruch der Dunkelheit nicht allein durch die Stadt.

 

TIPP: Wenn der Worst Case eintritt und du überfallen wirst, dann leiste keinen Widerstand und hab am besten einen Betrag von rund fünfzig Dollar griffbereit, den du aushändigen kannst. Ich hatte in Rio – sowie in anderen lateinamerikanischen Städten – meistens zwei verschiedene Geldbörsen bei mir. In einer habe ich ausschließlich den genannten Betrag in bar für den Fall eines Überfalls und in einer zweiten Gürteltasche habe ich weiteres Bargeld sowie Passkopien um im Worst Case noch handlungsfähig zu bleiben.

Die sichersten Stadtteile liegen in der sogenannten Zona Sul, also dem südlichen Teil der Stadt. Dazu gehören unter anderem die berühmten Viertel Ipanema und Copacabana. Auch hier solltest du aber die oben genannten Regeln beachten.

Das eigentliche Stadtzentrum mit seinen vielen Bürogebäuden und Einkaufsstraßen ist nach Ladenschluss verwaist und gefährlich. Auch die berühmten Strände sind nach Einbruch der Dunkelheit unsicher und sollten unter allen Umständen gemieden werden. Die ärmsten und damit leider auch gefährlichsten Stadtteile sind die großen Favelas im Norden der Stadt, wo insgesamt rund 1,4 Millionen Menschen leben.

 

Rio de Janeiro

Rio de Janeiro

 

Favela Touren – do or don`t?

 

Mit wenigen Klicks kann man auf den einschlägigen Buchungsplattformen günstig und unkompliziert einen geführten Rundgang durch die größten Favelas Lateinamerikas buchen. Während die Armenviertel über lange Zeit hinweg als rechtsfreie Zonen und absolute No Go Areas galten, hat die Polizei heute in einigen Gebieten ihren Einfluss zurückerlangt, weshalb Teile der Favelas derzeit als relativ sicher für Besucher einzustufen sind.

Das mediale Bild der Favelas ist stark von Bandenkriminalität und Drogenclans geprägt, wie aber der wahre Alltag in den Armenvierteln aussieht, wird selten gezeigt. Ein Einblick in das echte Leben der Favelas in Rio, klingt daher interessant und ich müsste lügen wenn ich sage, dass es mich nicht ebenfalls gereizt hätte eine solche Tour mitzumachen.

Weshalb ich mich letztendlich dagegen entschieden habe, liegt ganz einfach an der moralischen Fragwürdigkeit dieser Touren. Ich finde die Vorstellung, dass Gruppen wohlhabender Gringos und Gringas sich das voyeuristische Vergnügen erkaufen können, zwei Stunden lang arme Leute anschauen zu dürfen, äußerst zweifelhaft. Diese Form des Tourismus möchte ich persönlich nicht unterstützen. Wie fänden wir es schließlich, wenn mehrmals täglich Yachtbesitzer aus Monaco nach Marzahn gefahren kämen um mal hautnah die Exotik einer alleinerziehende Hartz IV Familie im Plattenbau fotografieren zu können? – Eben.

Falls du dir eine Favela Tour in Rio de Janeiro aber trotzdem auf keinen Fall entgehen lassen möchtest, dann lege ich dir Folgendes ans Herz:

 

    • Buche nicht das erstbeste Angebot, sondern informiere dich genau über deine gewählte Tour. Stammt sie von einem vertrauenswürdigen Anbieter? Dies dient vor allem deiner persönlichen Sicherheit. Auch hier gibt es schwarze Schafe, die dich in gefährliche Gegenden führen können.
    • Ist der Guide ein Local aus der zu besichtigenden Favela? Das ist wichtig, da auf diese Weise das Eintrittsgeld auch den Menschen vor Ort zu Gute kommt und nicht nur einem internationalen Veranstalter.
    • Buche eine geführte Tour mit einer kleinen Gruppe zu Fuß und keine Spazierfahrt in einem Kleinbus. So bist du näher dran an den Menschen und der Zoo Effekt ist nicht ganz so stark…
    • Unterstütze während deiner Tour Geschäfte und Restaurants in der Favela. So bleibt ein Teil deines Reisebudgets direkt im Armenviertel.
    • Checke zu deiner eigenen Sicherheit vor Buchung einer Tour unbedingt die aktuelle Sicherheitslage in den Favelas von Rio de Janeiro über das Auswärtige Amt. Die Situation kann sich hier jederzeit ändern.

 

Unterkunft in Rio de Janeiro

 

Ich habe während meines Aufenthalts in Rio in zwei verschiedenen Hotels gewohnt, zunächst im Argentina Hotel in Bezirk Flamengo und später im Hotel Astoria Palace in Copacabana.

Das Argentina Hotel ist ein klassisches Mittelklassehotel in einer ruhigen Lage wenige Gehminuten vom Botafogo Strand und von zahlreichen Einkaufsstraßen entfernt. Die Zimmer sind einfach und klassisch eingerichtet, bieten aber alles was man braucht. Das Flamengo Viertel gehört zu den mittleren Stadtteilen Rios und tagsüber habe ich mich hier nie unsicher gefühlt.

Das Astoria Palace Hotel ist ein modernes 4-Sterne Hotel in erster Reihe direkt am berühmten Copacabana Strand. Die Lage ist perfekt und das Frühstücksbuffet hat den Standard eines gehobenen Hotels in Deutschland. Nach Wochen mit einfachem Frühstück in verschiedenen Hostels auf dem Land, war das Frühstück im Astoria Palace eine echte Offenbarung. Das eigentliche Highlight ist jedoch die tolle Terrasse mit dem kleinen Pool auf dem Dach des Hotels im 14. Stock. Hier kann man sich abkühlen und den fantastischen Ausblick genießen. Wirklich großartig!

Beide Hotels kann ich dir uneingeschränkt empfehlen. Der Grund für meinen Wechsel vom Argentina Hotel ins Astoria Palace war lediglich, dass dies zum einen der letzte Stopp meiner Reise war und ich mir zum Abschluss etwas gönnen wollte. Zum anderen ist Rio nicht sehr fußgängerfreundlich. Die Stadt ist durchzogen von grünen Hügeln, Tunneln und Schnellstraßen. Es ist also nicht immer einfach zu Fuß von einem Stadtteil in den Nächsten zu gelangen und daher wollte ich den Abschluss meiner Reise in der Zona Sul mit Strandblick verbringen.

 

Copacabana

 

Essen in Rio de Janeiro

 

Wenn du ein klassisches brasilianisches Restaurant suchst, kann ich dir das Carretão Classic Grill in Ipanema empfehlen. Wie überall in Lateinamerika ist die Küche hier recht fleischlastig. Besonders ist jedoch die Tatsache, dass man im Carretão einen Fixpreis zahlt und ständig unzählige Kellner mit verschiedenen Gerichten an den Tisch kommen und man nach Belieben auswählen kann. Also quasi ein All You Can Eat Konzept ohne Selbstbedienung.

Das gegrillte Fleisch wird hier typisch brasilianisch auf langen Spießen angeboten und direkt auf den Teller herunter geschnitten. Wenn du mutig bist, kannst du hier sogar traditionelle Gerichte wie gegrillte Hühnerherzen probieren. Normalerweise bin Vegetarierin, auf Reisen esse ich jedoch auch ab und zu Fleisch um lokale Spezialitäten zu probieren. Zu den Hühnerherzen konnte ich mich dennoch nicht durchringen…

Mein eigentliches Highlight der schnellen brasilianischen Küche ist jedoch zum einen das Açai Eis. Während die Açai Beere erst seit einigen Jahren dank des Superfood Trends in Deutschland in diversen Formen erhältlich ist, gibt es Açai Eis in Brasilien an jeder Ecke. Das auberginefarbene Eis ist super lecker und mit allerlei Toppings erhältlich wie beispielsweise Kondensmilch, Haferflocken und Bananenscheiben. Yummy!

Mein zweites Must Eat der brasilianischen Küche ist Pão de Queijo, zu deutsch Käsebrot. Mit einem Käsebrot wie wir es kennen hat es allerdings nichts zu tun. Es handelt sich um kleine helle Brötchen, deren Teig teilweise aus Käse besteht. Pão de Queijo dient nicht unbedingt der schlanken Linie, die knusprige Kruste und der extrem weiche saftige Teig machen die Käsebällchen aber zu einem super leckeren Snack, den wir in Brasilien bei jeder Gelegenheit gekauft haben. Unbedingt probieren!

 

Sightseeing in Rio de Janeiro

 

Nachdem ich zunächst auf eigene Faust durch die Stadt spaziert bin um die nähere Umgebung meiner beiden Hotels zu erkunden, habe ich mich am folgenden Tag für eine geführte Ganztagestour durch Rio de Janeiro entschieden, die mich unkompliziert zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gebracht hat.

Wie bereits erwähnt, hat mich in Rio leider ein böser Magen Darm Infekt beziehungsweise eher eine leichte Lebensmittelvergiftung erwischt, so dass ich mich ohnehin ständig zwingen musste um überhaupt das Hotel zu verlassen. Da ich aber wusste, dass zwei Tage später der Rückflug nach Deutschland wartet, hätte ich es auch nicht über mich gebracht nur im Hotelzimmer zu sitzen.

Auch wenn ich das normalerweise nicht so sehr schätze, war in meinem angeschlagenen Zustand daher eine klassische Touristentour genau das Richtige. Gebucht habe ich ganz unkompliziert über Get Your Guide und die Ganztagestour kostete mich inklusive Mittagessen rund 80,- Euro.

Folgende Hauptattraktionen der Stadt habe ich auf dieser Weise entdeckt:

 

Cristo Redentor

 

Was wäre eine Reise nach Rio ohne ein Besuch der berühmten Christusstatue… In einer Höhe von über 700 Metern auf dem Berg Corcovado gelegen hat sich die Statue zu einem der bekanntesten Wahrzeichen Rios entwickelt.

Wenn du nicht wie ich im Rahmen einer Tour die Attraktion besuchst, sondern auf eigene Faust unterwegs bist, kannst du den Berg einfach mit der Funicular, einer Zahnradbahn, erklimmen. Auch ein Aufstieg zu Fuß ist möglich, aus Sicherheitsgründen rate ich dir von einer Wanderung zur Christusstatue ohne ortskundigen Guide aber ab.

Oben angekommen erwartet dich bei gutem Wetter ein großartiger Ausblick über die Stadt, den Zuckerhut und die Bucht mit ihren vielen kleinen grünen Inseln. Auch die 30 Meter hohe Statue ist äußerst beeindruckend wenn man direkt davor steht. Auf Grund der zu erwartenden großen Touristenmassen vor Ort, ist es jedoch eine Herausforderung das Wahrzeichen ohne andere Reisende im Bild zu fotografieren.

Auch ein kleines Café und Toiletten findest du am Fuß der Christusstatue gemeinsam mit einigen Privathändlern, die ihre Waren anbieten. Erwartungsgemäß sind hier die Preise für Essen und Getränke etwas höher als unten in der Stadt.

 

Christusstatue Rio de Janeiro

Christusstatue Ausblick

 

Maracanã Stadion

 

Im fußballverrückten Brasilien sollte zumindest auch ein Kurzbesuch des berühmten Maracanã Stadions auf dem Programm stehen. Kurzbesuch deshalb, weil in meinem Fall nur eine Besichtigung des Stadions von außen möglich war. Generell lassen sich bei Interesse jedoch auch geführte Rundgänge durch das Stadion buchen.

Wie bereits von außen unschwer zu erkennen, befindet sich das Maracanã Stadion nicht im besten Zustand und sollte dringend saniert werden. Dennoch hat das 1950 erbaute Stadion es hierzulande zu einer gewissen Berühmtheit geschafft, als die deutsche Mannschaft sich bei der WM 2014 gegen Argentinien hier den Weltmeistertitel holte.

Im Übrigen ist Fußball weltweit und ganz besonders in Südamerika das optimale Einstiegsthema um selbst bei Verständigungsschwierigkeiten mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen.

 

Maracana Stadion

 

Sambódromo

 

Das Sambódromo im nördlich gelegenen Stadtteil Cidade Nova hat jeder schon einmal gesehen, der in den Medien den Karneval in Rio verfolgt hat. Es handelt sich dabei um eine eigens für den Karneval angelegte gut 700 Meter lange Straße, die an beiden Seiten von großen Tribünen gesäumt ist.

Jedes Jahr im Februar zeigen hier die Samba Schulen Rios ihr Können in Form einer aufwendigen Parade vor knapp 90.000 Zuschauern auf den Rängen des Sambódromo. Ich selbst war im Dezember dort und zu diesem Zeitpunkt bietet das Sambódromo natürlich keinen solch spektakulären Anblick. Dennoch kann man sich gut vorstellen, wie es hier in der Karnevalszeit zugehen muss.

Da das Sambódromo natürlich auch außerhalb der fünften Jahreszeit touristisch genutzt wird, hat man bei Interesse vor Ort die Möglichkeit typische brasilianische Karnevalskostüme anzuprobieren oder sich mit Samba Schönheiten in den entsprechenden Outfits fotografieren zu lassen. Auch ein kleiner Souvenirshop befindet sich am Sambódromo.

 

Sambodromo Rio de Janeiro

Samba Kostüme Sambodromo

 

Catedral Metropolitana de São Sebastião

 

Sie ist nicht schön, aber selten. Das war ungefähr mein Eindruck der metropolitanischen Kirche im Stadtzentrum. Die in den 70er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erbaute Kirche hat eine markante und überaus untypische Pyramidenform. Durch ihre schmucklose Stahlbetonfassade, erinnert sie eher an ein innovatives Fabrikgebäude, keinesfalls jedoch an ein Gotteshaus.

Der eher unerfreuliche Anblick von außen wandelt sich im Inneren des Gebäudes aber zumindest teilweise. Der riesige hohe Innenraum fasst über 5000 Menschen und der Altar befindet sich in der Mitte des Gebäudes. Die Stuhlreihen sind kreisförmig um den zentralen Altar angeordnet. Auch hier wirkt die Kirche eher kalt aber wenigstens die hohen bunten Fenster, die sich an vier Seiten bis hinauf zur Spitze der Pyramide erstrecken, verleihen der Catedral Metropolitana einen besonderen Charme.

Wenn du, wie ich, eher ein Freund historischer Gebäude bist, ist die besagte Kathedrale vermutlich nichts für dich. Auf Grund ihres speziellen und innovativen Erscheinungsbilds ist sie dennoch einen Besuch wert.

 

Catedral Metropolitana Rio de Janeiro

Catedral Metropolitana Rio de Janeiro

 

Escadaria Selarón

 

Die berühmte Selarón Treppe gehört zweifellos zu den neueren touristischen Hauptattraktionen von Rio de Janeiro. An der Grenze zwischen den alten Stadtvierteln Lapa und Santa Teresa gelegen, hat der chilenischstämmige Künstler Jorge Selarón um den Jahrtausendwechsel die Treppen vor seinem Wohnhaus in ein Kunstwerk verwandelt.

Er verkleidete die über 200 Stufen mit unzähligen farbigen Fließen, die ihm als Spenden von Menschen aus aller Welt zur Verfügung gestellt wurden. Aus diesem Grund ist die farbenfrohe Treppe heute nicht nur toll anzuschauen, sie beinhaltet auch Motive aus vielen Städten und Ländern der Erde.

Die Escadaria Selarón ist in den letzten Jahren in diversen Werbespots und Musikvideos bekannter Marken und Künstler aufgetaucht, was sie zu einem großen touristischen Anziehungspunkt hat werden lassen. Ein Foto der Treppe zu machen ohne andere Reisende im Bild ist quasi unmöglich. Um sich vor dem berühmten Rio de Janeiro Schriftzug im unteren Teil der Treppe ablichten zu können, gibt es Warteschlangen.

Lass dich aber nicht von den Touristenmassen abschrecken und nimm dir ein bisschen Zeit an der Escadaria Selarón. Es macht sehr viel Spaß die unzähligen Fließen aus aller Welt zu begutachten. Sehr wahrscheinlich hat sich auch deine Heimatstadt hier verewigt.

 

Escadaria Selaron

Rio de Janeiro Escadaria Selaron

Escadaria Selaron

 

Pão de Açúcar

 

Der Zuckerhut ist selbstverständlich eines der absoluten Must Sees in Rio de Janeiro. Der berühmte Berg mit seiner markanten Form ist nahezu von der ganzen Stadt aus zu sehen und entsprechend spektakulär ist auch der Ausblick vom Zuckerhut über die Metropole.

Die Besteigung des Zuckerhuts erfolgt üblicherweise mit der Seilbahn. Die Station befindet sich am Fuße des Morro de Urca, eines 220 Meter hohen Berges direkt neben dem Zuckerhut und gleichzeitig bildet der Morro de Urca auch einen Zwischenstopp auf dem Weg der Seilbahn. Dein Ticket für die Seilbahn kannst du auf dieser Website vorab online kaufen oder direkt vor Ort am Schalter. Es gibt verschiedene Tarife, die unterschiedliche Aktivitäten einschließen. Das reine Cable Car Ticket kostet dich für die Hin- und Rückfahrt 105 Real, also ungefähr 18,- Euro.

Die Cable Cars starten in der Regel alle 20 Minuten, wenn sie voll sind aber auch früher. Bereits beim ersten Ausstieg auf dem Morro de Urca kann man eine fantastisch schöne Sicht auf die Stadt und die vielen Buchten genießen. Auch die allererste Maschine, die die Seilbahn vom Morro de Urca zum Zuckerhut angetrieben hat kann man hier bestaunen. Sie wurde 1912 in Betrieb genommen und wurde in Deutschland gebaut.

Nach einer zweiten kurzen Fahrt mit der Seilbahn erreicht man dann schließlich den Gipfel des berühmten Zuckerhuts. Dem Tourismus wird hier eine optimale Infrastruktur geboten. Es gibt Aussichtsplattformen rund um den Gipfel, Souvenirshops, Cafés, Toiletten und WiFi. Wirklich phänomenal ist jedoch der Ausblick auf die Stadt. Ich kenne keine Stadt, die so atemberaubend schön gelegen ist, wie Rio de Janeiro. Die zahlreichen grünen Hügel und Strände bieten eine traumhafte Kulisse. Mich hat die Aussicht vom Zuckerhut noch weitaus mehr überzeugt, als die von der Christusstatue.

Wenn du naturinteressiert bist, kannst du du dich auf dem Morro de Urca und dem Zuckerhaut auch auf viele exotische Tropenpflanzen freuen, wie beispielsweise die markanten Jackfruchtbäume und viele winzige Äffchen, die einem in den Warteschlangen der Seilbahn die Zeit vertreiben. Für mich persönlich waren die Erlebnisse auf dem Zuckerhut das Highlight meiner Zeit in Rio.

 

Teleferico Zuckerhut

Rio de Janeiro Zuckerhut

Rio de Janeiro Zuckerhut

 

Tijuca Nationalpark

 

Um dies gleich vorwegzunehmen: Leider hat meine Zeit in Rio – sowie der Zustand meines Magens – es mir nicht erlaubt einen Ausflug zum Tijuca Nationapark zu machen. Da ich aber überzeugt davon bin, dass dies ein tolles Erlebnis gewesen wäre, will ich ihn dir an dieser Stelle trotzdem empfehlen.

Der Tijuca Nationalpark ist ein knapp 40 Quadratkilometer großes Naturschutz- und Regelwaldgebiet mitten in der Stadt auf dem über eintausend Meter hohem Pico da Tijuca. Allein die Tatsache, dass eine Metropole in der Größe von Rio de Janeiro einen eigenen Regenwald im Stadtgebiet beherbergt ist schon phänomenal.

Das Gebiet ist durchzogen von zahlreichen Wanderwegen und eignet sich optimal für kleine Trekkingtouren in der Natur und zum Klettern. Auch geführte Touren lassen sich unkompliziert über die bekannten Buchungsplattformen buchen. In dem Fall geht es in offenen Safari Jeeps durch die Natur.

Im Nationalpark leben viele beeindruckende Tierarten wie Kolibris, diverse Schlangen, Äffchen, Nasenbären und Gürteltiere. Wenn du also genug hast vom Großstadttrubel, dann auf in den Tijuca Nationalpark.

 

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