Nachhaltige Reiseplanung
Nachhaltigkeit,  Tipps

Nachhaltige Reiseplanung – Was du im Vorfeld beachten solltest

Ich lebe seit Jahren vegetarisch, habe kein Auto, kaufe im Unverpacktladen ein, verzichte auf Plastikflaschen, achte auf biologische und regionale Lebensmittel, nutze feste Kosmetika und Naturprodukte und kaufe weit unterdurchschnittlich viel neue Kleidung ein. Heißt also, ich mache schon relativ vieles richtig, was meinen ökologischen Fußabdruck und ein möglichst nachhaltiges Leben angeht.

Dennoch gibt es an vielen Stellen noch deutliches Verbesserungspotenzial. Es ist mir noch nicht gelungen eine vollständig vegane Ernährung umzusetzen, ich komme gelegentlich um fragwürdige Marken wie Nestlé nicht herum und das ein oder andere Fast Fashion Teil findet sich nach wie vor in meinem Kleiderschrank. Meine größte Klimasünde ist aber mit Sicherheit meine Reiseleidenschaft. Dass Fliegen den Klimawandel begünstigt, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben und daher ist es nur folgerichtig, dass das Thema sanfter Tourismus und nachhaltiges Reisen gesellschaftlich eine immer größere Aufmerksamkeit erfährt.

Gerade wenn man wie ich überdurchschnittlich viel reist, sollte man sich meiner Ansicht nach seiner Vorbildwirkung und seiner sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst sein und alles dafür tun um die negativen Auswirkungen der eigenen Reiseleidenschaft so gering wie möglich zu halten. Aber auch bei allen, die nur gelegentlich verreisen, ist hier im Jahr 2021 langfristiges Umdenken gefragt.

Aktuell ist das Thema Nachhaltigkeit in aller Munde und dennoch sollte es mehr sein als nur ein kurzfristiger Social Media Trend. Um die Welt, die wir so lieben und regelmäßig besuchen wollen zu schützen und zu erhalten, müssen wir in unserem Reiseverhalten umdenken. Glücklicherweise gibt es hier auch genug Punkte, an denen man ansetzen kann, ohne dass das eigene Reisevergnügen darunter leidet. Ganz im Gegenteil. Häufig bekommt man mit nachhaltigen Reisekonzepten einen viel authentischeren Einblick in die Destinationen als mit konventionellen Reisen.

Wenn also auch du zum Klimaschutz beitragen und deine nächste Reise nachhaltiger gestalten möchtest, findest du hier die wichtigsten Punkte, auf die du bei deiner Urlaubsplanung im Vorfeld achten solltest.

 

Auswahl des Reiseziels und der Reiseart

 

Das erste was wir bei unserer Reiseplanung tun, ist zu überlegen, wohin der Urlaub eigentlich gehen soll und wie wir unterwegs sein wollen. Schon hier gibt es einige Stellschrauben, mit deren Hilfe du deine Reise deutlich klimafreundlicher gestalten kannst.

 

1.  Verreise mehrheitlich in Deutschland und Europa

 

Okay, starten wir mit dem naheliegendsten Punkt überhaupt. Wenn du nicht gerade zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs bist, erzeugt jede Form von Mobilität Treibhausgase. Vereinfacht heißt das also: Je weniger du dich von zu Hause wegbewegst, umso besser für deinen persönlichen CO2 Abdruck. Nicht nur während der aktuellen Pandemie, solltest du also auch Reisen im eigenen Land oder in die Nachbarländer in Erwägung ziehen.

Auch in der Nähe unserer Heimat gibt es viel Interessantes zu entdecken. Kaum ein Kontinent bietet eine so große kulturelle Vielfalt auf kleinstem Raum wie Europa und entsprechend sollte sich auch hier für jeden Reisegeschmack etwas finden. Um möglichst nachhaltig zu leben, sollte also ein guter Teil deiner Reisen in und um das eigene Land stattfinden.

 

2.  Schätze Fernreisen als Privileg und als etwas Besonderes

 

Dennoch weiß kaum jemand so gut wie ich, dass es uns trotz der zahlreichen Reisemöglichkeiten in Europa auch immer wieder in die Ferne zieht. Viele besondere Reiseerfahrungen lassen sich nur in völlig fremden Kulturen und anderen Klimazonen erleben, die ein Urlaub in Europa in dieser Form einfach nicht bieten kann. Außerdem tragen gerade Reisen in Entwicklungsländer in vielerlei Hinsicht auch zur Artenerhaltung und zu positiven soziokulturellen Entwicklungen bei. Näheres zu den positiven Effekten des Reisens, findest du in diesem Artikel.

Da Fernreisen aber immer mit langen Flügen in Verbindung stehen, ist es für ein nachhaltiges Leben wichtig, sich den Wert dieser Reisen regelmäßig bewusst zu machen. Interkontinentales Reisen sollte keine Selbstverständlichkeit sein, sondern die gelegentliche Erfüllung besonderer Lebensträume, die dann aber auch entsprechend wertgeschätzt werden.

 

3.  Nutze klimafreundliche Verkehrsmittel

 

Dass das Flugzeug das mit Abstand klimaschädlichste Verkehrsmittel ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Laut Umweltbundesamt entspricht beispielsweise der CO2 Ausstoß eines Hin- und Rückfluges von Deutschland auf die Malediven pro Person jenem von 25.000 Fahrkilometern mit dem Auto. Entsprechend sind die Emissionen von Flugreisen rund 150% höher als jene mit dem Auto. Oder noch etwas anschaulicher formuliert: Laut Forschern des Max Planck Instituts in Hamburg und des National Snow and Ice Data Center in den USA, lässt ein Langstreckenflug pro Person rund 5 Quadratmeter Eis in der Arktis schmelzen.

Wenn man nicht gerade zu dritt oder zu viert im Auto sitzt, ist jedoch auch der Pro Kopf CO2 Ausstoß eines PKWs nicht zu unterschätzen. Die mit weitem Abstand klimafreundlichsten Verkehrsmittel sind Fernbusse und die Bahn. Verzichte also in jedem Fall auf Kurzstreckenflüge und fahre wann immer es geht mit der Bahn. Im Übrigen gibt es auch auf diese Weise sehr spannende Reiseziele zu entdecken. Schon mal über eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn oder dem Orientexpress nachgedacht?

 

4.  Kreuzfahrten sollten die Ausnahme sein, nicht die Regel

 

Kein anderer Zweig der Tourismusindustrie boomt so stark, wie die Kreuzfahrtbranche. Laut des Deutschen Reiseverbands, machen heute Kreuzfahrten über 13% des deutschen Reiseveranstaltermarktes aus. Mit über 2 Millionen deutschen Passagieren pro Jahr entspricht dies einem Wachstum von unfassbaren 850% in den letzten 20 Jahren. Keine andere Reiseart kann hier vergleichbare Zahlen vorweisen.

Leider ist sie jedoch auch eine der umweltschädlichsten Arten Urlaub zu machen überhaupt. Auch wenn die Reedereien unter großem Druck stehen, werden nach wie vor Schweröle verbrannt und auch Rußpartikelfilter sucht man auf Kreuzfahrtschiffen meist vergebens. Neben dem ohnehin schon sehr hohen CO2 Verbrauch pro Kopf, kommt hinzu, dass laut WHO die schädlichen Partikel, die die Schiffe ungefiltert ausstoßen für bis zu 50.000 vorzeitige Todesfälle in Europa pro Jahr verantwortlich sind.

Entsprechend gilt hier das gleiche wie für Fernreisen: Wenn eine Kreuzfahrt dein Traum ist, dann mach sie und genieße sie. Kreuzfahrten sollten jedoch die Ausnahme sein und sich nicht zu deinem Standardurlaub entwickeln.

 

5.  Verreise seltener und länger

 

Im Jahr 1983 lag die Dauer der Haupturlaubsreise der Deutschen bei 17,4 Tagen. Im Jahr 2019 war der Deutsche während seines Jahresurlaubs nur noch rund 12,3 Tage am Stück unterwegs. Es zeichnet sich also ein klarer Trend ab, dass wir immer kürzer verreisen. Neben zahlreichen negativen Auswirkungen auf die Tourismusbranche, schadet diese Entwicklung vor allem auch dem Klima.

Wer seltener und länger reist, hat aufs Jahr gerechnet deutlich weniger klimaschädliche Anreisewege. Dazu kommt, dass die positiven Effekte des Reisens bei Kurztrips geringer werden, da bei kurzen Aufenthalten auch weniger Geld ins Zielland fließt. Mache also besser einmal im Jahr für vier Wochen eine große Reise als drei Mal im Jahr einen einwöchigen Kurztrip nach New York oder Dubai. Für eine lange Reise stehen auch die Emissionen für eine Fernreise in einem vernünftigeren Verhältnis. Zudem hast du bei langen Reisen auch eine viel bessere Möglichkeit Land und Leute kennen zu lernen und wirklich in die Kultur deines Ziellandes einzutauchen. Win Win, würde ich sagen!

 

6.  Nutze nachhaltige und zertifizierte Reiseveranstalter

 

Es gibt heute weltweit zahlreiche kleine Reiseveranstalter, die großen Wert auf eine ressourcenschonende Gestaltung ihrer angebotenen Reisen legen. Diese umfasst verschiedenste Aspekte wie etwa das Vermeiden unnötiger Flüge im Zielland während Rundreisen, die Auswahl von Incoming Agenturen mit einer grünen Ausrichtung, die Auswahl nachhaltiger Unterkünfte oder die regelmäßige Unterstützung von Umweltschutzprojekten im Reiseland.

Einen sehr guten Überblick über nachhaltige Reiseveranstalter in Deutschland, bietet die Mitgliederliste des Forum Anders Reisen. Zudem kannst du auf das rote TourCert Siegel achten, das grüne Reisebüros und -veranstalter ausweist. Auch ein genereller Blick auf die Websites der Veranstalter lohnt sich, da diese üblicherweise mit ihrem klimafreundlichen Handeln werben – sofern vorhanden.

 

Nachhaltig Fliegen

 

Fliegen, ja, aber so nachhaltig wie möglich

 

Fliegen ist schädlich, gar keine Frage, aber um viele Ziele der Welt zu erreichen, führt einfach kaum ein Weg daran vorbei. Wie du selbst bei Flugreisen auf deinen ökologischen Fußabdruck achten kannst, erfährst du hier.

 

1.  Frage dich vor jeder Buchung, ob der Flug notwendig ist

 

Okay, zwingend erforderlich ist kaum eine Flugreise, das müssen wir hier auch klar festhalten. Gemeint ist hier aber eher die Überlegung, ob du dein Reiseziel vielleicht auch auf einem anderen Weg erreichen kannst oder ob du Reiseziele so kombinieren kannst, dass du dir etwa eine Flugstrecke sparen kannst.

Nutze bei Pauschalreisen die Rail & Fly Angebote der Bahn, bevor du beispielsweise zu deinem Charterflug in den Süden erstmal innerhalb Deutschlands von Berlin nach Frankfurt fliegst. Du willst ein Wochenende in Paris verbringen? Hier gibt es großartige, schnelle und kostengünstige Verbindungen von Deutschland mit dem Schnellzug Thalys. Nutze außerdem für geplante Rundreisen innerhalb Europas die Interrail Angebote der europäischen Bahnen. Hier gibt es tolle Pauschalpreise und du kannst flexibel, günstig und klimafreundlich durch verschiedene europäische Länder reisen.

Besonders bei Dienstreisen lohnt es sich zudem genau zu hinterfragen, ob die Flüge wirklich notwendig sind. Muss man wirklich für ein 3-stündiges Meeting um den halben Globus fliegen oder reicht nicht vielleicht eine Videokonferenz? Suche hier im Zweifelsfall das Gespräch mit deinem Arbeitgeber. Gerade durch die Erfahrungen der aktuellen Pandemie zeigen sich viele Unternehmen hier gesprächsbereit.

 

2.  Kompensiere deine Flüge

 

Auch wenn das Kompensieren von Flügen teilweise auch in der Kritik steht, da es als Ablassbrief gegen die Flugscham gesehen werden kann, halte ich es trotzdem für einen sinnvollen Beitrag für die Umwelt. Schließlich wird ohnehin geflogen, ob mit oder ohne Kompensation der Emissionen. Also ist es meiner Ansicht nach besser die Verantwortung zu übernehmen und zumindest auf diese Weise einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Plattformen, auf denen man die eigenen Flüge kompensieren kann. Die bekanntesten sind etwa Atmosfair und MyClimate. Mit Compensaid verfügt die Lufthansa zusätzlich über ein eigenes Portal zum Kompensieren ihrer Flüge. Hier erfährst du überall nach Eingabe deiner Flugdaten wie viel es kosten würde an anderer Stelle die durch deinen Flugplatz ausgestoßenen Treibhausgase zu kompensieren und mit wenigen Klicks kannst du deinen entsprechenden finanziellen Beitrag leisten.

Für einen Hin- und Rückflug von Frankfurt nach New York in der Economy Class, würde das Kompensieren beispielsweise rund 70,- Euro kosten. Das Geld kommt dann Klimaschutzprojekten auf der ganzen Welt zugute.

 

3.  Wähle im Zweifelsfall immer Direktflüge

 

Den größten CO2 Ausstoß verursachen Flugzeuge während der Startphase. Das heißt also ganz einfach: Je weniger Startphasen es während deiner Reise gibt, um so besser. Entsprechend ist es immer sinnvoll sich für Direktflüge zu entscheiden, anstatt im schlimmsten Fall mehrmals umzusteigen, bevor man seinen Zielort erreicht.

Zwar sind Direktflüge teilweise auch teurer, aber neben dem positiven Effekt fürs Klima, sind Reisen ohne Zwischenstopps auch um Klassen komfortabler. Wenn es finanziell tragbar ist, solltest du dich also immer für Direktverbindungen entscheiden.

 

4.  Reise so leicht wie möglich

 

Die Rechnung ist relativ einfach. Je mehr Gewicht ein Flugzeug transportieren muss, um so mehr Kerosin verbraucht es. Natürlich macht eine Einsparung von 5-6 kg Gepäck allein noch nicht viel aus, wenn aber alle Passagiere einer großen Maschine entsprechend leicht packen würden, käme hier schnell ein nennenswerter Gewichtsunterschied zustande und damit großes Einsparungspotential beim Treibstoffverbrauch.

Neben dem positiven Klimaeffekt ist das Reisen mit leichtem Gepäck zudem grundsätzlich viel angenehmer und wer es schafft nur mit Handgepäck zu reisen, spart bei vielen Flugtarifen sogar noch bares Geld.

 

5.  Vermeide so gut es geht Plastikmüll an Bord

 

Jeder der schon mal geflogen ist weiß: In Flugzeugen ist alles in Plastikfolien eingeschweißt. Egal ob es die Wolldecke ist, oder die Wollsocken, das Zahnputzset, die Kopfhörer oder alles was gastronomisch an Bord geboten wird. Neben dem hohen CO2 Ausstoß der Flugzeuge, sind sie also leider auch in der Kabine echte Plastikschleudern.

Zugegebenermaßen hast du darauf nur begrenzt Einfluss, aber auch mit kleinen Taten kann man dem Müllberg entgegenwirken. Verzichte zum Beispiel auf die angebotenen Einmalkopfhörer an Bord und bringe stattdessen deine eigenen mit. Bringe eine eigene Mehrwegflasche mit Wasser an Bord und lass dir diese nachfüllen. Alternativ ist es bei langen Flügen auch schon ein erster Schritt, den Plastikbecher mehrmals zu verwenden und dir nicht bei jedem Getränkedurchgang einen neuen Becher geben zu lassen.

Auch wenn die meisten Airlines mittlerweile Metallbesteck anbieten, ist auch dieses in Plastik verschweißt. Wenn vorhanden, kann es hier sinnvoll sein eigenes Holzbesteck mitzunehmen oder bei kürzeren Flügen idealerweise ganz auf Konsum zu verzichten.

Sanfter Tourismus

 

Auswahl der richtigen Unterkunft

 

Obwohl zumindest bei Flugreisen der größte Klimasünder der Anreiseweg ist, gibt es auch bei der Auswahl der Unterkunft am Urlaubsort einiges was man beachten sollte um eine möglichst nachhaltige Entscheidung zu treffen.

 

1.  Wähle eine möglichst nachhaltige Unterkunftsform

 

Zugegeben, dieser Tipp lässt sich nicht bei allen Reiseformen problemlos umsetzen, besonders außerhalb großer Städte lohnt es sich aber, auch über andere Unterkunftsarten wie etwa Camping nachzudenken. Mit den klassischen Campingplätzen wie man sie üblicherweise kennt, kann man mich persönlich zwar jagen, aber auch Dank der aktuellen Corona Krise wurde jede Form von Camping ja plötzlich erstaunlich hip. Gefühlt baut gerade jeder seinen eigenen Bulli aus und was klimafreundliches Reisen angeht, ist das eine sehr erfreuliche Entwicklung. In vielen Ländern der Welt darf man außerdem noch wild zu campen und so hat man sofort eine extrem naturnahe Reiseerfahrung, die auch noch das Klima schont.

Am anderen Ende der Messlatte stehen etwa klassische Wellnesshotels, die durch ihren extrem hohen Wasser- und Energieverbrauch pro Kopf eine sehr schlechte Energiebilanz haben. Besonders in Wüstengebieten und trockenen Klimazonen, ist es hilfreich auf Hotels mit großen Pool- und Saunalandschaften zu verzichten.

 

2.  Buche kleine, lokal geführte Hotels

 

Auch wenn du dich für einen klassischen Pauschalurlaub im Süden entscheidest, kommt es deiner Ökobilanz zugute, wenn du Abstand nimmst von großen, internationalen Hotelketten. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen bleiben die Einnahmen großer Ketten mehrheitlich nicht im Zielland und tragen damit nicht zum Wachstum der lokalen Wirtschaft bei.

Auch das Personal großer Ressorts ist meist sehr international um den einheitlichen Standard der Ketten sicherzustellen und die Bedürfnisse der Gäste zu befriedigen, zum Beispiel beim Thema mehrsprachige Betreuung vor Ort. Dies nimmt dem Reiseland allerdings die Chance durch den Tourismus in der Hotellerie Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung zu schaffen. Zudem ist die Kalkulation der Speisen bei großen Hotelketten und vor allem bei den verbreiteten All You Can Eat Buffets, sehr schwierig und es kommt zwangsläufig zu einer großen Lebensmittelverschwendung.

Wenn du dich hingegen für ein kleines, Inhabergeführtes Hotel im Reiseland entscheidest, kannst du all diesen Effekten entgegenwirken und bekommst zudem meist eine authentischere Unterkunft im Stil des Landes geboten.

 

3.  Wähle zertifizierte Bio-Hotels

 

Weltweit findet man heute zahlreiche Hotels, die sich einer möglichst nachhaltigen Unternehmensführung verpflichtet haben. Hier wird versucht die Klimabilanz pro Kopf so ideal wie möglich zu halten und viele Hotels haben bereits gezeigt, dass dies mit entsprechendem Einsatz auch problemlos möglich ist.

Über das Portal Bio Hotels findest du etwa eine Vielzahl an nachhaltigen Hotels in ganz Europa. Diese nutzen ausschließlich Ökostrom, verwenden in ihrer Gastronomie überwiegend pflanzliche, saisonale und regionale Produkte und haben ein großes Angebot an biologisch hergestellten Lebensmitteln. Außerdem wurde bei der Planung der Hotels auf eine ökologische Bauweise geachtet, auf den Einsatz von Naturmaterialien und es wird ausschließlich Naturkosmetik angeboten. Viele Hotels haben es so geschafft völlig klimaneutral zu werden, manche sogar klimapositiv.

Die größte Auswahl hochwertiger Bio Hotels hat man aktuell in Bayern und Österreich.

 

4.  Unterstütze Community Based Tourism Projekte

 

Was ist Community Based Tourism? Hierbei handelt es sich um eine Tourismusform, bei der für den Besucher der Einblick in die echte Lebensweise und den Alltag der einheimischen Bevölkerung im Vordergrund steht. Oft werden sogenannte Home Stays angeboten, bei denen man zu Hause bei den Menschen wohnt, bei ihnen zu Abend isst und so ein optimaler kultureller Austausch stattfinden kann. Der Mehrwert, den man als Reisender mitnimmt, ist also kaum zu überbieten.

Im Gegenzug profitiert hier die lokale Bevölkerung direkt von unserem Aufenthalt. Beim Community Based Tourism wird der Besuch ausschließlich von der dortigen, häufig indigenen, Gemeinde organisiert und die Menschen treffen selbst alle Entscheidungen im Bezug auf das Projekt. Es entsteht so eine Wertschöpfung, die ganz konkret den Menschen in der Gemeinde und der Gastfamilie zugute kommt und unter anderem dazu beiträgt indigene Kulturen zu bewahren. Neben dem monetären Aspekt profitieren die Einheimischen ebenfalls persönlich vom kulturellen Austausch mit Menschen aus aller Welt.

Diese Projekte sind allerdings nicht immer leicht zu finden. Da das Geld fast vollständig im Land bleibt, ist es für europäische Reiseveranstalter meist nicht attraktiv, Community Based Tourism Projekte separat zu bewerben. Neben Google, lohnt sich jedoch ein Blick in die Programme vieler nachhaltiger Reiseveranstalter. Häufig werden Community Based Tourism Projekte hier in längere Rundreisen integriert. Ich habe auf diese Weise drei Tage in einem kleinen Dorf in Peru verbracht und kann dir diese Erfahrung nicht nur aus dem nachhaltigen Aspekt sehr ans Herz legen.

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