Cusco
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Cusco – City Guide für die Inka Metropole

Cusco gehört zu den geschichtsträchtigsten Orten Lateinamerikas. Die Stadt war über viele Jahrhunderte der Mittelpunkt und das wirtschaftliche wie geistige Zentrum des Inka Reichs und verfügt daher heute über eine beträchtliche Anzahl hochinteressanter archäologischer Stätten. Die Einflüsse der Kultur der Quechua Indianer sind noch immer vielerorts greifbar und machen Cusco nicht nur für kultur- und geschichtsinteressierte Reisende zu einem Highlight.

Im 13. Jahrhundert hatten die Inka Cusco zu ihrer Hauptstadt gemacht und die zentrale Bedeutung des Ortes blieb erhalten, bis die damalige Zivilisation mit dem Einmarsch der Spanier im Jahr 1535 unter Francisco Pizzaro endgültig zu Fall gebracht wurde. Die spanischen Conquistadores zerstörten nach ihrem Sieg den größten Teil von Cusco und die Stadt verlor schlagartig ihre immense Bedeutung.

Erst im 20. Jahrhundert wurde die Welt wieder auf die kleine Stadt in den Anden aufmerksam. Im Jahr 1911 wurde nämlich das unweit entfernte Machu Picchu in den Nebelwäldern wiederentdeckt und somit entwickelte sich Cusco zum zentralen Ausgangspunkt für Forscher und Reisende auf dem Weg zu den berühmten Inka Ruinen. Heute ist die Andenmetropole das bedeutendste touristische Zentrum Perus.

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass die Stadt eine hohe Polizeipräsenz hat und sehr viel Sicherheit ausstrahlt. Das historische Zentrum ist sehr sauber und gepflegt und ich habe mich hier selbst am Abend nie unsicher gefühlt. Als Tourist kannst du dich in Cusco also sehr frei bewegen, was gerade auch als Frau durchaus angenehm ist.

 

Unterkunft in Cusco

 

Wo es viele Touristen gibt, gibt es auch viele Hotels. Gefühlt ist in jedem zweiten Haus der Altstadt ein Hotel, ein Hostel oder ein Guesthouse untergebracht. Du wirst daher keine Probleme haben für jede Vorstellung und jedes Budget die geeignete Unterkunft zu finden. Buchen kannst du die Hotels ganz unkompliziert in den gängigen Buchungsplattformen.

Bei Städtetrips liegt meine Priorität immer ganz klar bei der Lage. Kein Luxus kann lange Distanzen in die Innenstadt ersetzen und somit war mein Hotel auch ein echter Glücksgriff für mich. Ich habe für fünf Nächte im Hotel Hostal Saphi auf der Calle Saphi gewohnt. In nur fünf Gehminuten erreicht man vom Hotel die Plaza de Armas und ist damit im Herzen von Cusco.

Das Hostal Saphi bietet keinen besonderen Luxus, es ist jedoch eine angenehme und saubere Unterkunft mit einem guten Preisleistungsverhältnis. Ein Doppelzimmer kostet pro Nacht inklusive Frühstück weniger als 40,- Euro, was für eine derart touristische Stadt wirklich ein Schnäppchen ist. Die Zimmer sind teilweise innenliegend, haben aber Fenster in einen hellen zweistöckigen Innenhof, der gleichzeitig als Frühstücksraum dient. Das morgendliche Frühstücksbuffet beinhaltet unter anderem Obst, Joghurt und Haferflocken, was in Peru eher die Ausnahme darstellt. Insgesamt kann ich dir das Hostal Saphi somit uneingeschränkt empfehlen.

 

Cusco

 

Was du in Cusco nicht verpassen solltest

 

Auch wenn die meisten Reisenden wegen Machu Picchu nach Cusco kommen, solltest du auf jeden Fall ein paar Tage in der Stadt einplanen. Cusco bietet eine spannende architektonische Mischung aus spanischem Kolonialstil und den beeindruckenden Mauern der Inka. Die ganze Stadt ist Welterbe der UNESCO und auch wenn du nicht überdurchschnittlich geschichtsinteressiert bist, wird dich Cusco mit seinen hübschen Gebäuden und gemütlichen Restaurants mit Sicherheit nicht enttäuschen.

Die folgenden Sehenswürdigkeiten solltest du dir unter keinen Umständen entgehen lassen.

 

Plaza de Armas

 

Wie in nahezu allen lateinamerikanischen Städten, ist die Plaza de Armas auch in Cusco das Zentrum der Altstadt. Rings um den großen rechteckigen Platz findest du beeindruckende Gebäude wie die prächtige Catedral de Santo Domingo. Wenige Jahre nach dem Sieg der Spanier über die Quechua Indianer, wurde die Kirche auf den Grundmauern eines zerstörten Palastes für den Inka Gott Viracocha erbaut und gehört heute mit ihren acht Altären und mehreren Nebenkirchen zu den größten Sakralbauten Lateinamerikas. Mit einem Gewicht von rund 6 Tonnen, verfügt die Kathedrale ebenfalls über die schwerste Kirchenglocke des Kontinents.

Noch eindrucksvoller als die Kathedrale ist jedoch meiner Ansicht nach der zweite Sakralbau an der Plaza de Armas, die Jesuitenkirche Iglesia La Companía de Jesús. Sie ist zwar kleiner als die Kathedrale, hat jedoch eine wunderschöne Fassade und einen imposanten Innenraum. Genau wie die Kathedrale wurde auch die Jesuitenkirche auf den Grundmauern von Inka Tempeln erbaut und zählt heute zu den schönsten Barockkirchen Südamerikas. Einer der Glockentürme kann bestiegen werden.

Aber auch abgesehen von den imposanten Kirchen, bietet die Plaza de Armas einen schönen Anblick. Kleine, weiß gestrichene Häuser mit farbigen Holzbalkonen finden sich rund um den Platz. Diese beherbergen alles was der Tourist begehrt. Zahllose Cafés und Restaurants, Bankautomaten und Wechselstuben, diverse Touranbieter und selbst McDonalds und KFC sind an der Plaza de Armas zu Hause.

 

Cusco Plaza de Armas

Cusco Plaza de Armas

 

Mercado San Pedro

 

Der Mercado San Pedro ist die zentrale Markthalle der Stadt. Zehn Gehminuten von der Plaza de Armas entfernt, kannst du den Mercado San Pedro kaum verfehlen. Obwohl sich dort mittlerweile auch zahlreiche Touristen tummeln, hat der Markt seine Ursprünglichkeit bewahrt. Man merkt noch immer, dass er vorwiegend den Einheimischen für ihre täglichen Einkäufe dient und somit spürt man im Mercado San Pedro endlich mal wieder, dass man sich tatsächlich in Peru befindet.

Wie die meisten südamerikanischen Märkte, ist auch der Mercado San Pedro streng in einzelne Sektionen unterteilt. In der einen Ecke gibt es Früchte, an anderer Stelle werden Blumen verkauft und einen Gang weiter gibt es Fleisch. Warnung am Rande: Für die Fleischabteilung sollte man nicht allzu empfindlich sein, da einen hier die toten Tiere gerne auch noch von der Theke aus angucken oder man Zeuge von der Zerteilung der Schlachtware wird.

Für Reisende besonders spannend sind die frisch angebotenen Fruchtsäfte sowie Süßspeisen in Plastikbechern und unzählige verschiedene Maissorten, die in fast jedem peruanischen Gericht vorkommen. Auch Coca Produkte aller Art findest du auf dem Markt. Diese helfen bei Höhenkrankheit und sind daher sehr beliebt. Aber Achtung, eine Einfuhr von Produkten aus der Kokapflanze in die EU ist nicht erlaubt.

Auch getrocknete Lama- und Alpakaföten werden zum Verkauf auf dem Mercado San Pedro angeboten. Diese Kuriosität bringt man vor allem mit den Hexenmarkt in La Paz in Verbindung, aber auch in Cusco hat sich der Brauch der glücksbringenden toten Babylamas gehalten. Mehr zu dieser skurrilen Tradition findest du in diesem Artikel.

 

Mercado San Pedro

Mercado San Pedro

Peruanische Maissorten

 

Museo Histórico Regional

 

Normalerweise schaue ich mir auf Reisen eher selten Museen an. In Cusco habe ich aber eine Ausnahme gemacht. Der Grund war zum einen, dass ich hier fünf volle Tage Zeit hatte und somit ganz entspannt die Stadt erkunden konnte. Zum anderen hatte ich in dieser Zeit leider kein wirkliches Glück mit dem Wetter. Mindestens während der Hälfte meines Aufenthalts hat es geregnet. Auf diese Weise hat es mich ins Museo Histórico Regional verschlagen.

Tatsächlich war das Museum aber nicht uninteressant. Schon der erste Eindruck war sehr positiv da es in einem hübschen zweistöckigen alten Kolonialgebäude mit einem lauschigen Innenhof untergebracht ist. Zu sehen gibt es Exponate aus den unterschiedlichsten Bereichen. Man findet zahlreiche archäologische Fundstücke aus der Inka- und Präinkazeit sowie Gemälde aber auch naturhistorische Fundstücke wie Fossilien aus der Region Cusco.

Das Museum ist nicht sonderlich groß und so musst du nicht mehr als zwei Stunden dafür einplanen. Wenn du dich für die Geschichte der Gegend interessierst, ist die Zeit in jedem Fall gut investiert.

 

Spaziergang in die Höhenlagen

 

Cusco liegt auf einer Meereshöhe von gut 3.400 Metern inmitten einer grünen, hügeligen Landschaft. Um eine perfekte Aussicht auf die Stadt genießen zu können, rate ich dir daher einmal einen Spaziergang in die Höhenlagen der Altstadt zu machen. Viele schmale Gassen führen über Treppen und kopfsteingepflasterten Wegen einige hundert Meter hinauf über das Zentrum der Stadt. Von dort oben hast du einen tollen Blick auf die Plaza de Armas mit ihren Kirchen und über die weite Landschaft rings um Cusco.

Beachte bei deinem Spaziergang, dass sich in einer Höhenlage von 3.400 Metern über dem Meer kleine Anstrengungen schwieriger anfühlen als in niedrigeren Regionen. Nimm dir also am besten ein bisschen Zeit für deinen Aufstieg und mach dir lieber entspannt ein Bild von den vielen kleinen Gassen. Diese sind weit weniger überlaufen als das absolute Stadtzentrum.

 

Kleine Gassen in Peru

Höhenlage in Cusco

 

Nimm an einer Free Walking Tour teil

 

Falls du mir schon länger folgst, weißt du vielleicht bereits, dass ich Free Walking Touren liebe und in fast jeder Stadt nach Möglichkeit eine mitmache. Die Touren benötigen keine längerfristige Planung oder Anmeldung. Du erscheinst einfach zur angegebenen Zeit am Treffpunkt und schließt dich der Gruppe an. Üblicherweise wirst du bei diesen Touren 2-3 Stunden zu Fuß von einem lokalen Guide durch die Stadt geführt und du erfährst sehr viel zur Geschichte, dem Alltagsleben der Stadt und Insidertipps. Die Bezahlung der Tour erfolgt am Ende auf Trinkgeldbasis und man gibt so viel man möchte. Ein Mindestbetrag von umgerechnet 5-10 Euro sollte allerdings selbstverständlich sein.

In Cusco – und im Übrigen auch in Lima – habe ich mich einer Tour von Inkan Milky Way angeschlossen. Die Touren finden hier an sechs Tagen die Woche dreimal täglich statt und führen dich zu allen wichtigen Punkten der Stadt, wie etwa der Plaza de Armas, dem Rathaus, dem Mercado San Pedro, dem ehemaligen Palast des Inka Königs Pachaquteq und dem botanischen Garten.

Die Guides sind kompetent und lustig und bieten dir einen zusätzlichen Einblick in die frühere und heutige Kultur Perus und Cuscos. Daher eine große Empfehlung von mir, die Free Walking Tour von Inkan Milky Way.

 

Parade in Cusco

 

Restaurants in Cusco

 

In keiner anderen peruanischen Stadt ist es so leicht gemütliche Cafés und Restaurants zu finden wie in Cusco. Während die typische peruanische Küche zu den besten und kreativsten des Kontinents zählt, bietet Cusco durch seinen internationalen Einfluss Gastronomie aus verschiedenen Ländern und für jede Preisvorstellung. Meine liebsten Lokale in Cusco stelle ich dir hier vor.

Wenn du allein reist und frisch in der Stadt angekommen bist, empfehle ich dir einen Besuch von Paddy`s Irish Pub. Das urige Lokal befindet sich im ersten Stock eines alten Gebäudes direkt neben der Kathedrale und sieht von innen exakt so aus wie man sich einen Irish Pub vorstellt. Viel dunkles Holz, viel Klimbim, eine gut gefüllte Bar und auf den TV Geräten läuft der Sportkanal.

Das Ganze klingt erstmal ein bisschen nach Stilbruch, schließlich befindest du dich ja in Peru. Allerdings ist das Lokal meistens gesteckt voll mit Reisenden aus aller Welt und daher optimal um Leute kennen zu lernen. Die Speisekarte bietet alles was das Fast Food Herz begehrt, von Burgern, Pizza, Sandwichs bis zum irischen Shepards Pie.

 

Cusco

 

Wenn du tagsüber auf deiner Erkundungstour durch die Stadt einen leckeren Snack suchst, empfehle ich dir El Café de Mamá Oli. Das winzige Café liegt am Plazoleta de las Nazarenas und besteht aus einem einzigen rund 20 Quadratmeter großen Raum mit Theke und fünf Tischen. Hier gibt es frische Smoothies und Fruchtsäfte, Avocado Sandwiches und Salate zu äußerst fairen Preisen.

Sehr zufrieden war ich auch im mexikanischen Restaurant Tacomania in der Calle Saphi. Auf zwei Stockwerken in einem der vielen schnuckeligen alten Häusern gelegen, bietet das Tacomania alles was man von einem guten Mexikaner erwartet, Tacos, Burritos, Enchiladas und Fajitas bis zum Abwinken. Etwas besonders gibt es hier nicht, aber das Essen ist lecker und die Qualität stimmt.

Mein absolutes kulinarisches Highlight in Cusco war jedoch das Restaurant Morena ebenfalls in der Calle Saphi. Das gehobene Restaurant bietet authentisch peruanische Küche in einem stilvollen Ambiente. Die Speisen werden optisch sehr ansprechend mit Blütendeko serviert und die Karte lässt keine Wünsche offen. Von unzähligen Ceviche Varianten, über Alpaka, Quinoa in allen Formen und fantastischen Desserts und Drinks bietet das Morena alles was das Herz begehrt. Die Preise sind für peruanische Verhältnisse eher gehoben, aber die Investition lohnt sich hier auf jeden Fall!

 

Alpaka Statue

 

Warum ein Alpaka nicht immer ein Alpaka ist…

 

Wie du bereits weißt, ist Cusco eine Stadt, die extrem auf den Tourismus ausgerichtet ist und in diesem Zusammenhang bleibt auch der ein oder andere Schwindel gegenüber Touristen nicht aus. Sprechen wir über Alpakas. Die niedlichen Tiere haben in den letzten Jahren in Europa enorm an Beliebtheit gewonnen. Das was eine Zeit lang die Eule und das Einhorn war, ist derzeit das Alpaka, ein extrem gehyptes Tier auf Social Media.

In Cusco und der gesamten Andenregion sind Alpakas neben Lamas bereits seit Jahrtausenden gängige Nutztiere und daher prallen nun alten Traditionen und Alpaka-begeisterte Touristinnen aufeinander. Überall in Cusco wirst du Damen in traditioneller bunter Quechua Kleidung sehen mit einem Babyalpaka im Arm. Gegen ein kleines Trinkgeld kannst du dich wahlweise mit beiden oder nur mit dem Alpaka fotografieren.

Aber schau dir das kleine Tier mal genau an. In der Mehrheit der Fälle ist das vermeintliche weiße Alpakababy nämlich ein Lamm. Diese sind auch süß und natürlich kannst du gerne trotzdem dein Foto machen und die Locals damit unterstützen. Ein Alpakafoto kommt aber in den seltensten Fällen dabei heraus.

Gleiches gilt für die zahllos angepriesenen Pullover aus Alpaka Wolle in den Souvenirständen. Oft als Babyalpaka angepriesen, handelt es sich in den meisten Fällen jedoch um normale Alpaka- oder meist sogar um Lamawolle. Woran du das erkennst? Am Preis. Babyalpaka ist teuer und der Preis für ein Kleidungsstück liegt im dreistelligen Eurobereich, auch in Peru. Bei den für umgerechnet rund zehn Euro angebotenen Alpaka Pullovern musst du daher Abstriche an der Qualität machen. Schön sind sie trotzdem und ich habe ebenfalls trotz des offensichtlichen Schwindels zugeschlagen.

 

Lama und Alpakas

 

Das Boleto Turístico

 

Wenn du dich für Museen und archäologische Stätten in und um Cusco interessierst, empfehle ich dir den Kauf des sogenannten Boleto Turístico zu Beginn deines Aufenthalts. Dieser Touristenpass ist bis zu zehn Tage gültig und gewährt Eintritt in nahezu alle interessanten Attraktionen im Großraum Cusco.

Im Boleto Turisíco inkludiert ist beispielsweise der Eintritt in das Museo Histórico Regional sowie in einige Kunstmuseen und interessante Inka Stätten im Umland wie Sacsayhuamán, Pisac, Moray, Chinchero und Ollantaytambo. Kaufen kannst du das Ticket am Eingang aller inkludierten Attraktionen und entscheiden musst du dich lediglich für eine der folgenden Varianten, je nachdem wie viel Zeit du in der Region verbringst.

 

Boleto Turistíco, 10-Tagespass

Eintritt zu 16 touristischen Attraktionen

Preis: 130,- Peruanische Sol, umgerechnet knapp 32,- Euro

 

Boleto Turistíco, Tagespass für einen Tag

3 verschiedene Teilbereiche wählbar

Je nach Teilbereich, Eintritt zu 4-8 touristischen Attraktionen

Preis: 70,- Peruanische Sol, umgerechnet rund 17,- Euro

 

Wenn du Zeit hast würde ich dir immer zum Preis des 10-Tagestickets raten. Weitere Informationen zum Boleto Turstíco findest du auf dieser Website.

 

Cusco

 

Ausflug nach Sacsayhuamán

 

Einige der Ausflugsmöglichkeiten um Cusco werde ich dir in einem separaten Artikel noch vorstellen. Hier erwähnt sei lediglich mein Ausflug zur berühmten Festungsruine Sacsayhuamán. Diese befindet sich nur drei Kilometer außerhalb Cuscos und mit dem Taxi dauert die Fahrt wenige Minuten. Auch zu Fuß lässt sich Sacsayhuamán erreichen, vorausgesetzt du trotzt bei der kleinen Wanderung einer möglichen Höhenkrankheit.

Das rund 3.000 Hektar große Gelände galt den Inka sowohl als Festungsanlage zur Verteidigung ihrer Stadt als auch als heilige Stätte um Zeremonien für den Sonnengott Inti abzuhalten. Sacsayhuamán wurde im 15. Jahrhundert von rund 20.000 Menschen erbaut. Bis zu 200 Tonnen schwere Gesteinsbrocken sind Teil der charakteristischen, perfekt geschliffenen Inkamauern.

Ebenfalls interessant: Die Inka hatten ihre Hauptstadt in der Form eines Pumas angelegt, einem der heiligsten Tiere der Zivilisation. Sacsayhuamán bildete aus der Vogelperspektive den Kopf des Puma. Auch dies zeigt den hohen Stellenwert, den die Anlage für die Quechua Indianer hatte.

Später wurde Sacsayhuamán zum Schauplatz einer der schlimmsten Schlachten zwischen Inkas und den Spaniern und dennoch sind weite Teile des Mauerwerks noch erstaunlich gut erhalten. Das Gelände beindruckt durch die Perfektion der Bauweise und durch seine Weitläufigkeit. Leider hat es bei meinem Besuch in Strömen durchgeregnet, so dass ans Fotografieren nicht zu denken war. Mit einem lokalen Guide wird dir ein Besuch von Sacsayhuamán aber mit Sicherheit einen hochinteressanten Einblick in die Lebensweise dieser vergangenen Kultur bieten.

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